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Berlin Tea Party 2002




Sonntag 7. Juli 2002
Haus der Kulturen der Welt, Dachterrasse

   

Berlin Tea Party 2002 - Ein Rückblick

Eine mit Teekisten dekorierte Dachterrasse des Hauses der Kulturen der Welt empfing die Gäste zur 4. Berlin Tea Party. An Bambusmasten wehten Fahnen in zarten Teefarben.

Fantastische Klangobjekte zum Anfassen und Spielen präsentierten sich vielen staunenden Gästen, die neugierig den Instrumenten Töne entlockten. Die Berlin Tea Party 2002 stand unter dem Motto ‚Musik optisch', von dem sich Berliner Künstler inspirieren ließen und Klangkunstobjekte beisteuerten.

Für den gut besuchten Workshop standen eine Vielzahl von Teekisten bereit, aus dem die Gäste Kontrabässe, Blasinstrumente und Teekisten-Zithern bauten. Die Teekampagne als Sponsor der Veranstaltung hatte das ungewöhnliche Baumaterial bereitgestellt.

 


Auch andernorts auf der Dachterrasse fanden die Teekisten ihren unkonventionellen Einsatz. Viele kleine Inseln aus zu Tischchen umfunktionierten Teekisten luden zum Verweilen und zum Tee ein. Zu kosten gab es vier Sorten feinsten Darjeeling, First und Second Flush, Grünen Tee und auch erfrischenden Eistee mit Zitrone.
     

 

Wer mehr über Darjeeling erfahren wollte, wurde an einem Info-Tisch gut beraten.
Die verschiedenen Darjeeling Teesorten konnten in Augenschein genommen und in kleinen Proben verkostet werden.

 

   

Nach Abschluss der Workshops fanden sich die Teekisteninstrumente mit ihren Erbauern auf der Bühne zusammen.
Der Dirigent Uli Ames vereinte nach kurzer Probe alle Spieler und bescherte dem staunenden Publikum die Uraufführung einer Komposition für Teekistenorchester von Marcel Jung.

Der fantastische Klang des 1. Experimentellen Teekistenorchesters verzauberte die Gäste. Selbst die künstlerische Leiterin der Berlin Tea Party, Dorothee Kolschewski, spielte als Solistin mit.

Von Uli Ames als Moderator, getragen in einer Sänfte, wurden mit Witz und Charme die Klangkunstobjekte und die anwesenden Künstler präsentiert. Prof. Faltin, dem die Idee und Initiative zur Berlin Tea Party zu verdanken ist, erläuterte die Idee, die schöpferischen Potenziale von Kunst und Entrepreneurship zu verbinden. Arts und entrepreneurial spirit schlagen auf der Berlin Tea Party eine Brücke und sollen dazu beitragen, größere Aufgeschlossenheit gegenüber unternehmerische Initiativen zu etablieren.

Letzter Höhepunkt der Berlin Tea Party war die Anlandung der neuen Darjeeling Ernte mit einer Schute auf der Spree. Schon von Ferne kündigte eine Trompeten-Fanfare das Schiff an.



Als die Ladung mit dem frisch geernteten First Flush gelöscht wurde, enterte ein mit Solar-Technik modern ausgestattetes Piratenschiff die Schute und erbeutete diverse Kisten mit First Flush-Darjeeling und entschwand.
Zum Ausklang der Berlin Tea Party spielte die Express-Brassband aus München Jazz, Soul, Reggae und Funk auf ungewöhnlichen, zum Teil historischen Blasinstrumenten.